Am heutigen Montag haben wir uns zwei Aussichtspunkte in der Umgebung von Kinlochlevel vorgenommen. Der erste führt auf den Beinn Na Caillich, der im Norden über dem Loch Leven thront. Zusammen mit den Wanderern auf dem West Highland Way starten wir in Kinlochlevel in Richtung Nordwesten. In dem kurzen Waldstück am Ortsrand haben einige Nachtlagerer ihre Zelte aufgeschlagen. Bald lichtet sich der Wald und es geht im Zickzack Serpentinen hinauf.
[1779] [1780] [1781]Dann spaltet sich unsere Wanderroute vom West Highland Way ab und wir laufen weiter den Berghang hinauf, während die Langstreckenwanderer nach Fort William abbiegen. Einsam sind wir trotzdem nicht, denn die Midges sind ständige Begleiter. Kurzzeitig führt der Pfad durch eine Wolke und deren Regenwetter.
[1782]Am Gipfel des Beinn Na Caillich angekommen bietet sich ein toller Blick auf Kinlochleven und in Richtung Glencoe. Von hier könnte man auf dem Bergrücken weiter zum Mam Na Gualainn wandern, aber wir haben heute andere Pläne. Auf dem Rückweg treffen wir eine von den Mitches geplagte Familie, die sich entschließt umzudrehen. Schneller als erwartet sind wir zurück und genehmigen uns noch ein reichhaltiges Mittagessen.
[1783] [1784]Am Nachmittag klart es auf und Bene nutzt die Gelegenheit das kleine Städtchen zu erkunden. Das große Backsteingebäude im Zentrum der Stadt ist eine Eiskletterhalle, die aber geschlossen aussieht. Hinter der Kletterhalle gibt es einen anspruchsvollen Hochseilgarten.
Am späten Nachmittag brechen wir auf nach Glencoe, um den Sonnenuntergang vom Pap of Glencoe anzuschauen. Nach einem Kilometer verzweigt der Wanderweg in "the hard way" und "the easy way". The hard way beginnt mit einem steilen Abschnitt über Stock und Stein und führt zu einem matschigen Anstieg über eine Wiese. Ungefähr hundert Höhenmeter vor dem Gipfel finden beide Wege wieder zusammen. Auf dem letzten Abschnitt klettert man über ein Geröllfeld bis zum Gipfel.
[1785] [1786]Vom Gipfel bietet sich ein spektakulärer Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Im Nordwesten blicken wir auf den Grat, den wir am Morgen bestiegen haben. Im Norden erfreut sich Kinlochleven der letzten Sonnenstrahlen. Im Osten sieht man den Eingang zum Tal Glen Coe. Im Südwesten glänzt der See von Glencoe. Vorbeiziehende Wolkenfelder lassen immer wieder andere Teile der Landschaft aufleuchten. Am Gipfel treffen wir einen freundlichen Nepalesen, der als Sherpa arbeitet aber gerade Urlaub in Schottland macht.
[1787] [1788]Als die Sonne langsam tiefer sinkt, versinkt zuerst der Loch Leven im Schatten. Nach und nach wird es dunkler. Der Pap of Glencoe ist der letzte Gipfel im Sonnenschein. Nach Sonnenuntergang leuchten die Wolken im Westen in rötlichen Farben. Zügig machen wir uns an den Abstieg mit Stirnlampe. Trotz flottem Tempos zieht sich der Abstieg gut 1,5h. Erschöpft aber mit vielen schönen Bilder kehren wir ins B&B nach Kinlochleven zurück.
[1789] [1790]
Kommentieren...
Bitte authentifiziere dich hier, um einen Kommentar schreiben zu können.
Leider haben wir in letzter Zeit mit vielen computergenerierten Spam-Kommentaren zu kämpfen. Daher können zur Zeit nur authentifizierte Benutzer einen Kommentar hinterlassen.