Ben Nevis

15.08.2023

Heute steht ein besonderes Highlight an: die Besteigung des Ben Nevis, höchster Gipfel des Vereinigten Königreichs.

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Vom Bed & Breakfast in Kinlochleven fahren wir nach Fort William zum North Face Parkplatz. Hier startet der Rundwanderweg, der zunächst auf den benachbarten Càrn Mòr Dearg führt und von dort über den Arête, einen anspruchsvollen Berggrat, auf den Ben Nevis. Die Parkgebühr soll man über die RingGo App entrichten. Nach mehreren vergeblichen Versuchen und einem Blick in die Rezession im Play Store geben wir auf.

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Der Weg beginnt zunächst auf einer gut ausgebauten Straße, bis ein Pfad über die Wiese in Richtung des Càrn Mòr Dearg abzweigt. Nach wenigen Minuten beginnt das gewohnte Schlammbad und wir tänzeln wie die Fremen um die Pfützen und Schlammlöchern herum. Nach dem flachen Abschnitt beginnt der Anstieg und wir tauchen in eine tief liegende Wolke ein. Die Sicht reicht gerade noch, um die nähere Umgebung und den weiterführenden Weg auszumachen. Kurz bevor wir den Gipfel des Càrn Mòr Dearg erreichen, gibt die Wollendecke nach und wir können die schroffe Felswand des Ben Nevis neben uns erahnen.

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Nach dem Anstieg freuen wir uns über die mitgebrachten Brote, und die Midges freuen sich über die verschwitzten Menschen. Schnell setzen wir unseren Weg fort. Die Wolkendecke ist wieder so dicht, dass man kaum 10 m weit seit. Zwischenzeitlich können wir einen kurzen Blick auf den Grat erhaschen, den wir gleich überqueren müssen.

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Ein schmaler Pfad schlängelt sich über den Grat, führt über Felsblöcke und einige leichte Kletterpassagen. Der Pfad ist ohne Probleme zu bewältigen. Gelegentlich gönnen uns die Wolken einen Blick in das benachbarte Tal und wir staunen über die Schönheit und Weite.

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Nach Überschreitung des Grats sind es noch ca. 200 Höhenmeter zum Gipfel des Ben Nevis. Der Weg ist praktisch nicht mehr erkennbar und wir kraxeln wie die Bergziegen über Steine hinweig immer mit dem Blick nach oben. Als die Steigung abflacht, brauchen wir kurz, um im Nebel die Richtung zum Gipfel ausmachen zu können. Die Stimmen und bunten Jacken leiten uns schließlich zum Gipfel. Den Gipfel bildet ein kleines Haus und ein Podest mit einer Schottlandfahne, die von einer Hand zur nächsten für das Gipfelfoto weitergegeben wird. Um uns herum zählen wir an die 100 Menschen, die vergeblich darauf warten, dass sich der Nebel um den Gipfel verzieht.

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Zum Abstieg wählen wir den breit ausgebauten Weg auf der Westseite, über den man den Ben Nevis auch auf leichte Weise erreichen kann. Nach einer endlosen Anzahl an Serpentinen erreichen wir schließlich eine Kreuzung, bei der die meisten Wanderer zum südlichen Parkplatz abbiegen, während wir, nun wieder fast alleine, zum nördlichen Parkplatz weiterlaufen. Der Weg biegt auf eine Wiese und wird zum üblichen Matschbad. Mittlerweile sind wir unter der Wolke und genießen die wärmenden Sonnnenstrahlen, welche die Landschaft in warmen Farben aufleuchten lässt.

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Wir folgen einem hübschen Fluss und finden eine gute Stelle zum Queren, bis wir nach ca. 6,5 Stunden wieder auf unser Auto treffen. Auch wenn es nur wenige Ausblicke vergönnt geblieben sind, war es eine tolle Wanderung mit Sumpf, Felsen und einigen leichten Kletterpassagen und Nervenkitzel bei der Gratüberschreitung.

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